Das Büro früher und heute // 7 Veränderungen

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Das Büro früher und heute – wir entführen euch auf eine kleine nostalgische Zeitreise und sehen uns an, wie das Büro früher aussah. Welche dieser 7 Dinge habt ihr noch miterlebt?

Büro früher und heute

Das Büro früher und heute

#1 Büroaufbau – so sah das Büro früher aus

Kannst du dich noch erinnern, wie früher ein Büro ausgesehen hat? Heute sind wir kleine Mehrpersonenbüros oder Einzelbüros gewöhnt. Früher gab es laute und stickige Großraumbüros. Wenig Licht, eine schlechte Luft, viel Lärm – eine angenehme Arbeitsatmosphäre stellt man sich anders vor (warum die Luft so schlecht war, dazu gibt es später noch mehr). Überwacht wurden die Mitarbeiter von einem sogenannten Supervisor. Alle Schreibtische waren zu ihm ausgerichtet und man war unter ständiger Kontrolle.Büroaufbau früher mit Supervisior

Auch der Büroaufbau machte viele Entwicklungen mit. 1964 kam der „cubicle“ auf den Markt. Der cubicle (oder übersetzt die Arbeitskabine/-nische) unterteilte die Großraumbüros erstmals und schaffte für jeden Angestellten ein wenig Privatsphäre. Firmen konnten durch diese Arbeitsnischen relativ viele Arbeitskräfte auf einem kleinen Raum unterbringen, die mittleren Arbeitsplätze im Raum wurden jedoch nur von künstlichem Neonlicht versorgt. Ab den 90er Jahren, welche durch viele technologische Innovationen geprägt waren, kehrte man wieder zu offenen Büros zurück, um eine offene Kommunikation zu fördern.

Heutzutage schreiben große Technologieunternehmen wie das Paradebeispiel Google Ihren Mitarbeitern gar nicht mehr vor, wie und wo sie arbeiten sollen, sondern überlässt jeden Mitarbeiter selbst die Entscheidung. In unseren Breiten in einer „normalen“ Firma ist das noch nicht so üblich. Große Trends wie das Homeoffice oder Coworkingspaces erfreuen sich jedoch immer größerer Beliebtheit.

#2 Schreibmaschine

Das Büro im Wandel der Zeit - die SchreibmaschineDie gute alte Schreibmaschine! Klapp, klapp, klapp, diiinnnngggg… Früher war das eine richtige Innovation. Die Anfänge des Büros lagen nämlich in der Renaissance. Die Ersten mit Büros waren Kaufleute. Diese durften ihre gesamte Kommunikation noch händisch mit Tinte und Feder abwickeln. Die Schreibmaschine erleichterte den Büroangestellten ab etwa 1885 die Arbeit – wobei man von „erleichtern“ nicht ganz sprechen konnte. Eine gute Sekretärin hat angeblich bis zu 16 Tonnen pro Tag mit ihren Fingerspitzen gestemmt.

Für das Tippen an der Schreibmaschine hielt man Frauen besonders geeignet, weil sie nach einigen Arbeitsjahren sowieso Hausfrau werden sollte. Der Frauenanteil im Büro stieg zu dieser Zeit rasant. Von 1907 bis 1925 verfünffachte sich der Anteil an Damen im Büro, wobei sich die Gesamtzahl der Angestellten nur verdoppelte.

Die Schreibmaschine beeinflusst uns auch heute noch. Unsere heutige Tastaturanordnung stammt nämlich noch immer aus der Schreibmaschinenzeit. Die Tasten waren deswegen so angeordnet, damit sich die Schreibmaschinenhämmer nicht gegenseitig blockierten. Aus diesem Grund ist unsere heutige Tastaturbelegung sehr ineffizient. An einem gewöhnlichen Arbeitstag zum Beispiel wandern die Finger auf einer normalen Tastatur ungefähr 30km. Mit der Dvorak-Tastaturbelegung wären es durch die sehr effiziente Belegung nur 1,8km – zumindest in der englischen Sprache. Trotz der viel größeren Effizienz hat sich die Dvorak-Tastaturbelegung nie durchgesetzt.

#3 Wählscheibentelefon

WählscheibentelfonRiiiinnnngggg… Es geht gleich weiter mit bekannten Tönen aus der Vergangenheit. Die Brieftaube und das Telegramm überspringen wir und gehen gleich zum Wählscheibentelefon. Was den meisten sicherlich in Erinnerung geblieben ist, ist das schrille Klingeln.

Beim Wählscheibentelefon musste man aufgrund des schrillen Klingelns nicht nur lärmresistente Ohren haben, sondern für das Nummern wählen, auch ein wenig Zeit mitbringen. Wenn man die „0“ wählte, brauchte die Scheibe ein paar Sekunden, bis sie sich wieder in ihre Ausgangsposition zurückgedreht hatte. Neben den längeren Wählvorgang brauchte man auch ein wenig Zeit bei der Nummernsuche. Heutzutage hat man alle Kontakte in seinem Adressbuch am Handy abgelegt. Entweder musste hier das gute alte Telefonbuch herhalten oder man pflegte ein Rolodex (Rollkartei) mit oft kontaktierten Personen.

Lustige Geschichte am Rande: Auch früher gab es schon „Tastensperren“, damit Unbefugte mit dem Telefon nicht telefonieren konnten. Dazu hängte man in ein Fingerloch ein kleines Schloss. Beliebt war hier das Loch „3“, weil man so noch Notrufe wie 122 wählen konnte. Das Wählscheibentelefon hatte also schon die Notruffunktion unserer Smartphones.

#4 Postversand

im Büro 1970 wurde noch viel Post versendet

Früher drehte sich die Welt ein wenig langsamer. Das Suchen von Telefonnummern im Telefonbuch, das Wählen am Wählscheibentelefon und natürlich der Versand von Briefen. Heute kann man sich den Großteil der Briefe sparen. Es reicht nämlich ein Klick und man hat einen „elektronischen Brief“ in Form einer E-Mail verschickt. In Sekundenschnelle können so Informationen ausgetauscht werden. Früher ging alles etwas gemächlicher zu und es galt die Regel „Doppelte Sendungsdauer“. Diese Regel half dabei abzuschätzen, wie lange man auf eine Antwort warten musste. Heute gibt es oft nach 20 Minuten schon einen Anruf, ob man seine E-Mails nicht liest. Die Langsamkeit von früher würde uns heute manchmal gut tun…

#5 Diktat

Diktat im Büro früherWo viele Briefe entstanden sind, wurde auch viel diktiert. Diktiert wird zwar heute auch noch, im Büroalltag früher hatte man dazu aber noch kein Diktiergerät, sondern eine Dame tippte in Echtzeit die Worte ihres Chefs mit. In diesem Bereich gab es in den letzten Jahren große Veränderung: Spracherkennungsprogramme nehmen in unseren Alltag immer mehr Einzug. Noch sind diese Programme zwar fehleranfällig, in ein paar Jahren werden diese Programme aber den Großteil dieser Tätigkeit voll automatisch abdecken.

#6 Aschenbecher – Büroalltag 1970

Rauchen im Büro früherBeim ersten Punkt wurde bereits die stickige Luft angesprochen. Diese lag vielleicht auch an schlechten Belüftungsanlagen, aber durch etwas wurde die Luftqualität maßgeblich beeinflusst und zwar durch Zigarettenrauch. Was man sich heute gar nicht mehr vorstellen könnte, sind volle Aschenbecher am Schreibtisch. Früher war das Rauchen in geschlossenen Räumen jedoch gang und gebe. Auch in puncto Rauchpausen merkt man eine Veränderung. Einzelne Unternehmen haben das Rauchen am Betriebsgelände schon komplett verboten.

#7 Stehpult

Der letzte Punkt – das Stehpult – ist sehr interessant. Um das Stehpult bzw. den Stehschreibtisch herrscht zurzeit ein kleiner Hype. Man könnte meinen, dass diese Form des Schreibtisches erst in den letzten Jahren entwickelt wurde. Dem ist nicht so. Das Stehpult feiert eher ein Comeback. Bereits früher in den Klöstern wurden Stehpulte verwendet. Bis ins 19. Jahrhundert existierten Stehpulte und Schreibtische gleichrangig nebeneinander in den Büros.

Das Büro im Wandel der Zeit | Zusammenfassung

Computer und das Internet haben unsere Arbeit im Büro nachhaltig beeinflusst. Es wurde durch neue Technologien im Büro vieles einfacher. Durch die ständige Erreichbarkeit aber auch hektischer. Was 1980 mit dem ersten Laptop begann (dieser wiegte noch 12kg), ermöglicht uns heute ein mobiles Arbeiten von überall. Wir sind gespannt, wie sich die Arbeit zukünftig im Büro entwickeln wird. Und vielleicht gibt es auch Töne, an die wir uns dann zurückerinnern können wie das „Diiinnnngggg“ der Schreibmaschinge, das „Riiiinnnngggg“ des Wählscheibentelefons oder das Geräusch des Modems beim Einwählen in das Internet. Wir sind gespannt!

Hier gibt es übrigens ein Video, wie sich das gute alte Modem früher anhörte. Hier kommen sicher einige Erinnerungen hoch 😉

 

Auf welche Neuerungen im Büro könntest du gar nicht mehr verzichten? Ist es das Telefon? E-Mails? Der Computer oder rauchfreie Arbeitsräume? Würdest du im Büro 1970 heute noch zurecht kommen? Schreibe es uns auf Facebook:

Heute entführen wir euch auf eine kleine nostalgische Zeitreise. Wir sehen uns an, wie das Büro früher aussah. Welche…

Posted by Corpus Motum on Freitag, 24. März 2017

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Hallo, wir sind Patrik und Tobias und gemeinsam sind wir Corpus Motum. Patrik (rechts) ist Physiotherapeut und bereitet mit dir gemeinsam deinen Körper aufs Büro vor. Denn unser Körper wurde zu vielem gemacht – nur nicht zum Sitzen.

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